Valencia – Spanien

Städtereise Valencia- Spanien

2 Mädels auf Reisen

Dieses Mal geht nur 1 Mädel auf Reisen. Ich habe kurzfristig ein paar Tage frei. Genau zwischen Weihnachten und Neujahr. Die heimische Wettervorhersage verspricht nichts Gutes. Zuhause auf dem Sofa sitzen und auf besseres Wetter warten ist keine Option. Daher buche ich sehr kurzfristig einen Flug, ein Hotel und packe in windeseile meinen Handgepäckkoffer.

Es geht in die drittgrößte Stadt Spaniens! Die Wetter-App kündigt 18 – 21C an, dazu liegt die Stadt direkt am Mittelmeer.

Klingt verlockend, oder?

Valencia Spanien, Altstadt

Da mein Flug erst kurz vor Mitternacht in Valencia ankommt, brauche ich ein Taxi das mich zum Hotel bringt. Zugegebenermaßen meine erste Taxi-Fahrt in einer fremden Stadt *spannender Moment*

Glücklicherweise erwartet mich der Fahrer des vorab gebuchten Taxis in der Ankunftshalle, nimmt mir freundlicherweise den Koffer ab und bringt mich zügig in die Altstadt von Valencia. Auf dem Weg zum Hotel bekomme ich gleich noch einen Stadtplan übergeben. Finde ich super! Da ich recht kurzentschlossen abgeflogen bin, blieb nur wenig Zeit für die Reisevorbereitung.

Plaça de l'Ajuntament

Mein Hotel liegt in einer Seitenstraße nahe dem Rathaus, nur wenige Schritte entfernt zur Plaça de l’Ajuntament. Perfekt um die Altstadt zu Fuß zu erkunden.

Mein Hotel bietet kein Frühstück an, daher startet der erste Tag in einem kleinen Cafe schräg gegenüber von meinem Hotel. Herrlich, diese kleinen Cafes und Bars an jeder Ecke.

Altstadt – Mercado Central

Frisch gestärkt beginne ich meinen Streifzug durch die Altstadt und ihr reiches Erbe. Mit einem kurzen Besichtungs-Stopp am Rathaus weiter durch die Gassen bis zum Mercado Central – einem der ältesten Lebensmittelmärkte Europas. Hier gibt es unzählige Stände mit Obst, Gemüse, Käse, Fleisch, Fisch und vielem mehr. Ich begnüge mich mit einem Kaffee und einem süßen Stückchen. Draußen auf dem Vorplatz finde ich ein schattiges Plätzchen und genieße das Treiben.

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Ich bummle weiter über die Plaça de la Reina, vorbei an der Kathedrale von Valencia und komme zur Plaza Décimo Junio Bruto. Hier verweile ich spontan, da mir der Platz mit seinem Wasserbecken so gut gefällt. Wer mehr „Kultur“ haben möchte besucht das archäologische Museum.

Es ist nur noch ein Katzensprung bis zur Basílica de la Mare de Déu dels Desamparats und der Plaça de la Mare de Déu. Hier tummeln sich zahlreiche Touristen. Es gibt Restaurants, Cafés und ein paar Läden. Da der Platz autofrei ist, kann ich ganz entspannt die umliegenden eindrucksvollen Bauwerke bestaunen und die beste Fotoperspektive suchen. Am Abend sorgen oft Straßenkünstler für Unterhaltung.

Basílica de la Mare de Déu dels Desamparats und der Plaça de la Mare de Déu, Valenia

Nur wenig entfernt stoße ich auf den Jardí del Túria. Das alte Flussbett, das heute als Park angelegt ist, wird von 18 Brücken gekrönt und zieht sich über neun Kilometer Länge durch die Stadt. In 12 Abschnitte unterteilt gibt es hier für jede Alters- und Sportgruppe das richtige Angebot – Fußball-, Rugby- und Baseballplätze, dazu Radwege und eine Rollschuhbahn. Kinder halten sich gerne im Parque Gulliver auf.

Für mich geht es nach einer kurzen Pause zurück in die Altstadt. Die Serranos-Türme wollen besichtigt werden. Der Eintritt ist kostenfrei, dennoch muss ich vorher ein Ticket lösen. Nicht das ich die Logik verstanden hätte, aber die Aussicht ist es alle mal wert!

In Valencia leben ca. 80.000 Menschen, dennoch empfinde ich die Altstadt als angenehm überschaubar. Ich habe bereits am ersten Tag viel gesehen und freue mich auf Tag zwei.

Stadtstrand & die Stadt der Künste und Wissenschaften

Ich starte am zweiten Tag Richtung Mercat de Colón. Tolles Gebäude, es ist aber noch nichts los. Daher gehe ich weiter zur Plaza de Toros de Valencia mit der Stierkampfarena und von dort zum Mercat de Russafa. Hier geht es ursprünglicher zu als im Mercado Central. Genau mein Ding! Ich lasse mich durch die einzelnen Gassen treiben und bewundere das Angebot.

Den Mittag verbringe ich am Strand Malvarrosa und genieße die spanische Sonne 🙂

Zur Ciudad de las Artes y de las Ciencias gehören das Oceanogràfic (Ozeanarium), der Palau de les Arts Reina Sofia (Kunstpalast, Theater-, Oper- und Musicalbühne), das Museo de las Ciencias Príncipe Felipe (interaktives Wissenschaftsmuseum), das Hemisfèric (IMAX 3D Kino, Planetarium, Laserium) und das L’Umbracle (Grünanlage, Skulpturenanlage, Nachtclub) sowie das L’Àgora (Veranstaltungsort für Konzerte, Ausstellungen, usw.). Alleine hier könnte man mehrere Tage verbringen….

Ich treffe pünktlich zur „blauen Stunde“ an der Stadt der Künste und Wissenschaften ein. Was soll ich sagen?! Hier schlägt das Fotografinnen-Herz höher! Die Zeit vergeht wie im Flug. So ist es sehr spät und sehr dunkel bis ich zum Hotel zurückkehre.

Kathedrale von Valencia

Für Tag drei steht ein straffes Programm bevor. Die Kathedrale will besichtigt werden! Dazu ist ein Abstecher zur Plaça Redona geplant und vielleicht hat der Torre de Santa Catalina offen – bei den ersten zwei Versuchen stand ich leider vor verschlossener Tür.

Die Kathedrale geht auf einen ehemaligen römischen Tempel zurück, der später zur Moschee umgewandelt wurde. Die Bauarbeiten zur heutigen Form begannen im 13. Jahrhundert. Es sind unterschiedliche Baustiele vorhanden – vom vorherrschenden gotischen Stil, über Elemente aus der Romanik bis zum Barock. Im 15. Jahrhundert entstanden das Kapitelhaus (die heutige Kapelle des Heiligen Kelchs), das Kuppelgewölbe, die Apostelpforte und der Turm El Miguelete. Den 63 Meter hohen Glockenturm namens El Miguelete kann man über zahlreiche Stufen besteigen. Den Teil lasse ich jedoch aus, da ich den Torre de Santa Catalina besichtigen möchte.

Die Kathedrale ist durchaus sehenswert, aber irgendwie ist mir das heute zu viel Kultur. Der Sonnenschein und knapp 20°C im Dezember sind einfach zu verklockend. Also raus, zurück in die Sonne und in der nächsten Bar ein kleines Bier – auch caña genannt – bestellt. Ich verweile länger als geplant….

Torre de Santa Catalina

Dieses Mal hat der Torre de Santa Catalina tatsächlich geöffnet. Den Zugang zur Treppe finde ich leider nicht sofort. Und die vermeintliche „Spende“ für die Turmbesichtigung ist auch nur eine andere Beschreibung für „Eintritt“, wie mir die unfreundliche Dame am Treppenaufgang sehr deutlich klar macht…

Meine Zeit hier in Valencia vergeht wie um Flug. Dabei gäbe es noch so viel zu sehen! Den Naturpark L’Albufera València (mit dem Bus erreichbar) habe ich leider nicht geschafft. Von mir bekommt Valencia eine uneingeschränkte Empfehlung! Auch als Alleinreisende habe ich mich jederzeit sicher gefühlt, auch wenn ich spät abends unterwegs war.

Valencia bei Nacht, Bahnhof

Wer länger als drei/vier Nächte bleiben kann und mehrere Sehenswürdigkeiten und Museen besuchen möchte, sollte sich die VLC Tourist Card ansehen. Ich war hauptsächlich zu Fuss unterwegs. Für den Rücktransport zum Flughafen habe ich die Metro (Line 3 bzw. Line 5) genutzt. Das Einzelticket hat 3,90€ gekostet.

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