Offroad – Reparatur & Inspektion

Susanne lernt Offroad fahren

Inspektion und Reparatur an unserem Suzuki Jimny

Am Jimny steht die eine oder andere Reparatur an, bevor es richtig los gehen kann. Die untere Achsschenkellagerung hat Spiel, sowie Öl und Fettaustritt an der Kugel.

Andreas hat die erforderlichen Ersatzteile gekauft und sich an die Reparatur der rechten Achsschenkellagerung gemacht.

Achsöl ablassen und Achsschenkellagerung reparieren

Als erstes wird das Achsöl abgelassen. Dann geht es mit der Demontage des Rades weiter. Beim Öffnen reißt die Befestigungsschraube des ABS Sensor ab. Nach mehreren aufgeschweißten Muttern kann sich die Schraube doch dazu durchringen, ihren angestammten Platz zu verlassen. Allerdings kostet diese Mehrarbeit einiges an Zeit…

Andreas baut sämtliche Teile ab (Bremssattel, Spurstangenköpfe, zwei Unterdruckleitungen für die Freilaufnabe, Dichtsatz der Kugel, Achsschenkelbolzen). Als die Kugel offen ist kommt eine Mischung aus Fett, Wasser und etwas Öl zum Vorschein. Hier ist gründlich sauber machen angesagt.

Anschließend werden die neuen Lager eingesetzt, der Simmerring im Achsrohr erneuert, die Kugel mit frischem Fett befüllt sowie deren Abdichtung eingebaut. Dann werden sämtliche Teile wieder zusammengeschraubt. Der ABS Sensor erfährt ebenfalls eine gründliche Reinigung und kommt zurück an seinen Platz. Die Eingangs abgerissene Schraube wird durch eine Neue ersetzt.

Ölwechsel Vorderachsgetriebe

Ölwechsel Vorderachsgetriebe

Nachdem die Reparatur der Achsschenkellagerung erledigt ist, bekommt das Vorderachsgetriebe des Jimnys frisches Öl. Hier kann ich endlich wieder etwas mithelfen. Selbstverständlich nur unter Anleitung von Andreas. Ich bin immer noch „Praktikantin“.

Der Ablauf ist gleich zum Hinterachsgetriebe. Ablassschraube aufdrehen, Öl in den Auffangbehälter laufen lassen, einen Kaffee trinken, Ablassschraube zudrehen, 1,35l Öl mit der Spezifikation SAE 75W-90 API GL5 einfüllen (die Spritze hilft auch hier sehr), Einfüllschraube zudrehen.

Inspektion

Bei der Inspektion darf ich helfen. Ich scheitere schon beim Öffnen des Ölfilters… Also übernimmt Andreas das.

Das Motoröl tropft vor sich hin und wir genießen zwischenzeitlich unseren Kaffee. Anschließend tauscht Andreas den Keilriemen. Da der Platz sehr begrenzt ist, muss er einige Teile abbauen.
Ich wechsele den Luftfilter. Geht erstaunlich einfach, vier Clips öffnen, eine Schelle lockern, Deckel vom Luftfilterkasten abnehmen, den alten Filter rausnehmen, den Kasten ausblasen, neuen Luftfilter einbauen und alles wieder zusammen bauen.

Inspektion Jimny

Zündkerzen und Innenraumfilter

Als nächstes darf ich die Zündkerzen austauschen. Andreas richtet mir das passende Werkzeug und dann gehts los. Ich drehe fleißig vor mich hin, bis ich alle vier Zündkerzen raus habe. Die Alten sehen gar nicht so schlecht aus, trotzdem werden alle ausgetauscht. Ich setze die neuen Zündkerzen ein, Andreas zieht sie fest. Anschließend noch etwas Zündkerzenstecker-Fett (was es nicht alles gibt!) in die Stecker und alles wieder an seinen Platz bringen.
Andreas schraubt weiter am Keilriemen, er kommt nur langsam vorwärts, da er immer wieder nach mir schaut.

Scheibenklar füllen kriege ich auch als „Praktikantin“ selbstständig hin 😉

Dann nehme ich mir den Innenraumfilter vor. Ich weiß, dass dieser hinter dem Handschuhfach sitzt. Theoretisch klar, praktisch scheitere ich am Ausbau des Handschuhfaches. Andreas löst das Problem mit einem kräftigen Handgriff. Ich war zu vorsichtig… Der Vorbesitzer hielt diesen Filter wohl für überflüssig. Das Fach ist leer. Okay, fast leer. Es rieseln zahlreiche Tannennadeln auf die Fußmatte. Ich puste den Kasten und die Luftausströmer mit Druckluft aus. Es fallen weitere Tannennadeln auf die Fußmatte. Schade um’s frisch gesaugte Auto… Dann den neuen Filter einzusetzen und das Handschuhfach wieder einzubauen.

Keilriemen und Wischerblätter

Andreas hat die Keilriemen fertig montiert und hilft mir anschließend das defekte Standlichtlämpchen zu tauschen. Jetzt noch die neuen Wischerblätter montieren und die Inspektion ins Serviceheft eintragen. Zum Schluss bekommt der Motor frisches Öl eingefüllt. Inzwischen ist es draußen dunkel geworden. Die Inspektion am kleinen grünen Würfel ist abgeschlossen. Die Stunden vergingen wie im Flug. Mir hat es Spaß gemacht!

Zu guter Letzt ist wieder aufräumen angesagt. Alte Teile fachgerecht entsorgen, Verpackungen in die Papiertonne stecken und das Werkzeug an seinen Platz räumen. Und die Kaffeetassen nicht vergessen… 😉

Mehr zu Susanne lernt Offroad fahren gibt es hier

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.