Wohnwagenreise nach Frankreich – Burgund

Dieses Mal führt uns die Wohnwagenreise nach Frankreich, genauer gesagt in die Region Burgund. Hier geht es vorallem um Wein, den Gebirgszug des Morvan, die Flussläufe des Yonne, der Saône oder der Loire und Weiden mit zahllosen Kühen. Dazu die bei Hausboot-Fahrern beliebten Wasserwege „Canal de Bourgogne“ und den „Canal du Nivemais“. 

Burgund Frankreich

Arnay-le-Duc hat eine sehr alte Kirche mit einem schiefen Glockenturm aus dem 15-16. Jh., welche mir sehr gut gefallen hat. Den Tour de la Motte Forte (15. Jh) haben wir nur von außen besichtigt. Leider stehen viele Geschäfte leer. Dafür gibt es einen Supermarkt, einen Discounter und zwei Tankstellen. Donnerstags ist Markt, allerdings hatte der Markt bei unserem Besuch genau DREI (!) Stände.

Die Stadt Beaune ist die Wein-Hochburg! Hier gibt es zahlreiche Weinhandlungen, auch in der Umgebung steht an vielen Anwesen ein Schild „Weinverkauf“. Für uns als bekennende Biertrinker fiel die Weinprobe selbstverständlich aus…

Das Hotel-Dieu mit seinem 1443 gegründeten Spital und dem 52m langen Krankensaal für die Armen, ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Für die Senffabrik waren wir leider zur falschen Uhrzeit vor Ort. Wir haben uns einfach durch die Gassen treiben lassen und am Place Carnot eine Kaffee genossen.

Anschliesend sind wir entlang der „Route de Grands Crus“ durch Pommard (Dorf der Winzer u. Weinhändler) zum Cirque du Bout du Monde (etwas nördlich von Nolay) gefahren. Hier endet das Tal – laut Reiseführer – mit einem tosenden Wasserfall. Hm ja, der Wasserfall war komplett trocken und die Aussicht nur mäßig. Wandern waren wir trotzdem.

Wohnwagenreise

Unsere Radtour zum Château von Sully (16. Jh.) geriet schweißtreibender als gedacht. Einfache Strecke: 17km laut Google Maps = machbar. Stimmt, aber 17km in hügeligem Terrain + Rückweg, haben mich fix und fertig gemacht. Der Rest des Nachmittages gehörte dem Liegestuhl.

Autun im Tal das Flusses Arroux, musste natürlich auch besucht werden. Hier war der kostenpflichtige Parkplatz mitten im Zentrum zwischen 12-14 Uhr kostenfrei. Somit fielen erträgliche 0,60€ Parkgebühr an. Okay, später genehmigten wir uns einen Kaffee am Place du Champ de Mars, in bester Lage. Die Kathedrale St. Lazare (1120-45) wurde in Ihrer Geschichte mehrfach umgebaut. So auch gerade jetzt. Der Innenraum war großteils gesperrt und hinter einem Baugerüst versteckt. Dafür war die Kirche Notre-Dame offen und dem Theâtre Romain (ehm. römisches Amphitheater) haben wir auch einen Besuch abgestattet. Leider sind auch in Autun sehr viele Läden leer. Also kein ideales Revier für alle Shopping-Queens da draussen.

Unser Abstecher zum Mont Beuvray war klasse. Zuerst eine kleine, anstrengende Wanderung vom Parkplatz des Museums Bibeacte, vorbei an diversen Ausgrabungsfeldern, bis zum Aussichtspunkt. Dann ein herrlicher Ausblick auf die Region Burgund und das ca. 30km entfernte Autun. Ja, man kann auch mit dem Auto hoch fahren, aber wo ist da die Herausforderung?

Die Wanderung um den Lac Saint-Agnan im Naturpark Morvan kann ich empfehlen, auch wenn die letzten 1,5-2km leider über die Teerstraße führen. Die Wegmarkierung war gut, dazu kann man baden gehen, oder mit dem eigenen Kanu in See stechen. In der Ortschaft Saint-Agnan gab es auch ein Restaurant, welches zur Mittagszeit gut besucht war. Wir haben es jedoch vorgezogen unsere Picknickdecke direkt am See auszubreiten.

Canal de Bourgogne Kurz vor der Abreise sind wir mit den Fahrrädern nach Creancey geradelt, um dort einen Blick auf den „Canal de Bourgogne“zu werfen. Total idyllisch! Hier hätte ich gerne mehr Zeit verbracht! 

Unterwegs – egal wo – begegneten wir immer wieder zahllosen cremefarbenen Kühen ohne Fleckenmuster. Die Rasse nennt sich Charolais. Ich glaube ich habe noch auf keiner Wohnwagenreise so viele Kühe gesehen und fotografiert! Und nun viel Spaß beim Fotos gucken…. 😉

Reiseinfo zur Wohnwagenreise nach Burgund

Camping Etang de Foché in Arnay le Duc Zufahrt von der Autobahn aus mit Gespann problemlos machbar

Die Stellplätze haben unterschiedliche Größen mit Sonne oder Schatten, dazu Stromanschluss per CEE-Stecker. Ein Schwimmbad gibt es auch. Wifi nur im Bar-Bereich.

Die ACSI Karte wurde akzeptiert, so haben wir pro Nacht inkl. Kurtaxe 15,80€ bezahlt.

Der Campingplatz liegt an einem Stausee, allerdings hat man vom Stellplatz aus keinen Seeblick, da eine Hecke dazwischen steht. Sanitärgebäude ist ok, allerdings unbeheizt und nach oben offen. Dafür ist das Duschwasser fast schon zu heiß (nein, eine Temperaturregelung gab es nicht).

Umgebung & Wissenswertes

  • ca. 60km bis Dijon
  • ca. 30 km bis Beaune bzw. Autun oder in den Naturpark Morvan
  • Auf Landstrassen sind seit Mitte 2018 nur noch 80km/h erlaubt (bisher 90km/h)
  • Wissenswertes:Autobahnmaut Gespann ca. 34€ (Mulhouse – Ziel) einfache Strecke Spritpreise zwischen 1,50€/L – 1,64€/Liter für Super E10 (Stand 09/2018)
  • Beaune: Die Parkplätze ausserhalb des Zentrums sind kostenlos, kostenpflichtige Parkplätze sind zwischen 12-14 Uhr ebenfalls kostenfrei.
  • Autun: Die kostenpflichtige Parkplätze im Zentrum sind zwischen 12-14 Uhr ebenfalls kostenfrei.

Reiseführer: MARCO POLO Burgund: Reisen mit Insider-Tipps

Und hier gibt es noch mehr zu unseren Wohnwagenreisen & Frankreich

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