Städtereise Straßburg – Frankreich

2 Mädels auf Reisen – Tagesausflug

Heute gibt es eine verkürzte Städtereise nach Straßburg. Da wir im Grenzgebiet wohnen, haben wir beschlossen mal wieder einen Ausflug ins benachbarte Elsass zu unternehmen.

Ich war bereits mehrfach in der elsässischen Metropole unterwegs. Bei meinen bisherigen Besuchen lag das Augenmerk aber eher auf Shopping. Das sollte sich dieses Mal ändern. Wir haben uns für unsere heutige Städtereise Straßburg das Touri-Programm vorgenommen.

Bootstour durch Straßburg

Bootstour durch Straßburg

Als sanften Einstieg wählen wir die Batorama Bootstour „Straßburg 2000 Jahre Geschichte“. Die Tickets lassen sich ganz einfach online kaufen. Damit ersparen wir uns die Warteschlange am Ticketschalter. Die Anlegestelle ist nur wenige 100 Meter vom Münster entfernt. Und liegt gleich neben dem Palais Rohan, welcher verschiedene Museen beherbergt. Wenn das Wetter es zulässt werden offene Boote eingesetzt.

Am Anleger angekommen werden wir freundlich vom Kapitän begrüßt. Jeder Sitzplatz ist mit einem Kopfhörer ausgestattet, der den Audioguide in unzähligen Sprachen bereithält. Das Boot füllt sich rasch und legt kurz darauf ab. Wir tuckern gemächlich Richtung Petite France. Hier erreichen wir die erste Schleuse. Die alten Fachwerkhäuser rechts und links sind beeindruckend.

Kurz darauf erreichen wir das Wehr Barrage Vauban. Das Gebäude mit dem rosa schimmernden Sandstein ist aus dem 17. Jh. Wir passieren einige Brücken, folgen weiter dem Canal du Faux-Rempart und kommen an der Kirche Staint-Jean vorbei. Unter manchen Brücken stehen einige Zelte. Vermutlich „wohnt“ hier der eine oder andere….

Der Kanal mündet wieder in die Ill und ich bin überrascht wie grün Straßburg vom Boot aus ist. Kurz darauf erblicken wir die Protestantische Kirche Saint-Paul. Ein stattlicher Bau! Ich nehme mir vor diese Kirche auf jeden Fall zu besichtigen.

Bootstour durch Straßburg

Das Europäisches Viertel von Straßburg

Wenig später erreichen wir das „Europäische Viertel“. Links liegt der moderne Glasbau des Europäischen Parlamentes, rechts das außergewöhnliche Gebäude des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte. Unser Boot wendet hier und fährt zurück zur Anlegestelle. Auf dem Rückweg kommen wir noch am Gebäude vom deutsch-französischen Fernsehsender ARTE vorbei.

Das Europäisches Viertel von Straßburg

Zurück an Land meldet sich der Hunger. Wir suchen uns ein Restaurant aus und landen ganz untypisch für die Region beim Italiener. Höchstwahrscheinlich gibt es bessere Restaurants, aber mitten im Touristenviertel sind die gar nicht so einfach zu finden. Das Preisniveau ist entsprechend.

Petite France

Petite France

Anschließend schlendern wir, vorbei an der Saint-Thomas Kirche, durch einige Gassen im Petite France. Die alten, teilweise schiefen Fachwerkhäuser sind eine Augenweide. Dazu bildet das futuristische Gebäude des Kaufhauses „Printemps“, das wir wenig später erreichen, einen krassen Gegensatz. Von hier geht es weiter zum Place Kleber. Ich mag den weiten offenen Platz mit seinen vielen schönen Gebäuden.

Straßburger Münster

Da es sommerlich heiß ist, gönnen wir uns ein Eis. Nicht günstig, aber wirklich gut! Und dann geht es weiter zum Tageshighlight. Wir nähern uns über den Place Gutenberg dem Straßburger Münster. Das römisch-katholische Gotteshaus wurde zwischen 1176 bis 1439 aus Sandstein erbaut. Das Münster hat eine asymmetrische Form, da der zweite Turm nie gebaut wurde. Eine Turmbesteigung wird ebenfalls angeboten. Wir lassen diese aufgrund der Außentemperatur und der Warteschlange ausfallen. Wobei die Aussicht es sicher wert wäre!

Vom Kircheninneren bin ich enttäuscht. Es ist viel zu dunkel. Der Altar und die Astronomische Uhr ist kaum zu erkennen. Das empfinde ich als sehr schade.

Dafür ist die Westfassade mit dem Hauptportal faszinierend. Diese ist mit unzähligen Figuren und Verzierungen geschmückt. Unfassbar welche Leistung die Erbauer hier erbracht haben.

Von Diliff – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0,
Von Rama. – Self-creation., CC BY-SA 2.0 fr,

Inzwischen ist es früher Abend und es gäbe noch so viel zu sehen. Wir sind jedoch ziemlich geschafft und entscheiden uns zur Heimreise. Da wir grenznah wohnen nutzen wir hierfür die Tram-Line D. Diese bringt uns nach Kehl zum Bahnhof (auf der Rückseite gibt es einen großen Parkplatz). Die Tickets für die Tram sind günstig und über den Automaten an der Haltestelle einfach zu beschaffen.

Wer weiter weg wohnt kann auch den TGV nutzten. Vom Bahnhof Straßburg ist es nicht weit bis ins Zentrum. Auch über den Flughafen in Entzheim ist Straßburg sehr gut erreichbar. Unterkünfte bietet die Stadt in großer Auswahl. Falls ein Besuch in der Adventszeit geplant ist, gilt es sich rechtzeitig zu kümmern. Die verschiedenen Weihnachtsmärkte sind ein sehr beliebtes Ausflugs- bzw. Reiseziel.

Wer mit dem eigenen Auto anreisen möchte, informiert sich bitte über die Umweltzonen Regelung. Diese gibt es seit einiger Zeit auch in Straßburg.

Und hier gibt es noch mehr zu unseren Wohnwagenreisen & Frankreich

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