Städtereise Sevilla – Spanien

2 Mädels auf Reisen

Hola und Herzlich Willkommen in Andalusien. Unsere Reise führt uns dieses Mal nach Sevilla.

Der Flieger startet am Vormittag, bei windigen und kalten 8°C am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden. Die Wettervorhersage für Sevilla meldet Sonne und Tageshöchstwerte zwischen 22-27°C. Für mich nur schwer vorstellbar zu diesem Zeitpunkt!

Der Flug verläuft ruhig und die Maschine setzt pünktlich in Sevilla auf. Gleich nachdem die Kabinentür offen ist, strahlt uns bereits die Sonne entgegen. Ein Lächeln huscht mir durchs Gesicht. Endlich Frühling!

Vor dem Flughafengebäude brauchen wir einen kurzen Moment zur Orientierung, dann ist die Bushaltestelle gefunden. Die Linie AE soll uns ins Zentrum bringen. Und wie auf Bestellung steht ein Bus bereit. Das Ticket lässt sich unkompliziert in der Warteschlange zum Bus lösen. 4 Euro p. P. sind ebenfalls erfreulich.

Sevilla und der Duft der Orangenbäume

Die Busfahrt dauert ungefähr 45 Minuten bis zur Haltestelle Prado San Sebastián. Von hier sind es 9 Minuten Fußweg bis zu unserem Hotel. Wir gehen los, aber bereits nach wenigen Metern muss ich stehen bleiben. Der Duft der Orangenbäume umströmt uns. Ich bin begeistert!

Im Hotel angekommen erwartet uns ein sehr freundlicher Empfang. Uns werden Stadtpläne übergeben und eine kostenlose Stadtführung angeboten (findet täglich statt). Dazu der Hinweis, dass die 0,5L Wasserflasche im Zimmer am Anreisetag aufs Haus geht. Wir sind äußerst positiv überrascht. Auf unseren bisherigen Städtereisen hatten wir eher einfache Hotels.

Wir beziehen unsere Zimmer, trinken den ersten Kaffee – ja, die Kapselmaschine gehört zur Zimmerausstattung. Mit Stadtplan und Sonnenbrille bewaffnet ziehen wir los. Wir kommen genau bis zur ersten Bar nach dem Hotelausgang. Hier genießen wir unser erstes Caña und ein paar Tapas.

Caña – ein kleines Glas mit frisch gezapftem kühlem Bier

Frisch gestärkt starten wir unsere Besichtigungen. Wir haben uns für die Plaza de España entschieden. Hierbei handelt es sich um einen 50.000m² großen Platz mit einem halbkreisförmigen Gebäude aus dem Jahre 1929. An den Wänden repräsentieren Kacheln die einzelnen Provinzen von Spanien. Dazu gibt es einen halbkreisförmigen Kanal der von vier Brücken überspannt wird.

Der Kanal kann mit Ruderbooten befahren werden. Wir probieren es nicht aus, aber alleine das beobachten der mehr oder weniger talentierten Bootfahrer macht Spaß…

Wir schlendern weiter durch die Gassen, werden immer wieder vom herrlichen Duft der Orangenbäume umhüllt und kommen an der Kathedrale vorbei. Diese lassen wir jedoch links liegen, da die Besichtigung für die kommenden Tage geplant ist.

Sonnenuntergang am Torre del Oro in Sevilla

Zum Sonnenuntergang stoppen wir am Torre del Oro, gehen dem Fluss weiter entlang. Über die Brücke Puente de Isabel II wechseln wir auf die andere Flussseite ins Viertel Triana.

Wir lassen uns durch die Gassen treiben, kommen an verschiedenen Kirchen vorbei. Uns überrascht wie viel an den einzelnen Kirchen los ist. Dazu sind fast alle Kirchgänger sehr schick gekleidet! Als wir an der Kirche Real Parroquia de Señora Santa Ana ankommen, ist gerade Messe. Wir verweilen etwas und fragen uns welcher Anlass hier genau gefeiert wird.

Inzwischen ist es dunkel geworden. Bevor wir über die Puente San Telmo wieder auf die andere Flussseite wechseln, versuche ich noch ein paar Nachtaufnahmen einzufangen. Mit mäßigem Erfolg…

Da wir schon eine ganze Weile unterwegs sind, meldet sich der Hunger. Es soll ein Lokal in der Nähe unseres Hotels werden. Wir bummeln die Straße auf und ab, entscheiden fällt uns schwer. Wir werden doch fündig und genießen ein paar Tapas zu einem kühlen Caña.

UNESCO Weltkulturerbe – Real Alcazar

Für den kommenden morgen haben wir uns den Königspalast Real Alcazar vorgenommen. Der Palast gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.

Um Wartezeiten am Kassenhäuschen zu vermeiden, hat Gertrud die Tickets vorab online gekauft. Da Sie bereits zur Kategorie „Rentnerin“ gehört, ist ihr Eintritt wesentlich günstiger als meiner. Wie schlendern stundenlang durch die verschiedenen Räumlichkeiten. Die Mudéjar-Architektur ist beeindruckend. Vor allem der Patio de las Doncellas und der Salón de Embajadores gefallen mir sehr. Dazu gibt es immer wieder einen Garten und in jedem davon duftet es mehr oder weniger intensiv nach Orangen- oder Zitronenbäumen. Ich bin überwältigt von diesem Duft!

So viel Kultur macht durstig. Es ist Zeit für das erste Caña des Tages. Wir landen im „Mateos“ unweit der Kathedrale. Natürlich nicht das super authentische Lokal, trotzdem hat es uns geschmeckt.

Für den Nachmittag haben wir uns die Besichtigung der Basílica de la Macarena ausgesucht. Da die Temperaturen bereits über die 25°C Marke geklettert sind, wird der Fußmarsch beschwerlicher als gedacht. Dazu verlaufen wir uns irgendwo in den Gassen. Ich bin genervt. Gertrud hat an der nächsten Straßenecke eine kleine Bar voll mit Einheimischen entdeckt. Wir genehmigen uns ein Caña. Danach sieht die Welt gleich viel besser aus. Und das aufgeweckte Treiben um uns herum sorgt für neue Energie.

Wenig später erreichen wir die Basílica. Leider ist diese noch geschlossen. Wir besichtigen den Überrest der Stadtmauer die direkt nebenan liegt. Kurz darauf öffnet auch die Basílica ihre Pforten. Leider spricht uns diese Kirche überhaupt nicht an… Wir sind ziemlich schnell zurück in den Gassen von Sevilla.

Wir kommen zufällig am Metropol Parasol vorbei. Der Reiseführer beschreibt den Ort als zwiespältig. Die einen mögen ihn, die anderen nicht. Ich finde es etwas schade, dass die umliegenden Häuser so nah stehen. Das nimmt dem ganzen etwas die Leichtigkeit. Die Aussichtsplattform hat geschlossen. Dafür entschädigt die Atmosphäre. Es lernen gerade unzählige Kinder das Inliner fahren mit ihren Betreuern. Ein buntes Chaos!

Kathedrale von Sevilla

Der nächste Morgen beginnt im Café unweit des Hotels. Frisch gestärkt nehmen wir die Kathedrale von Sevilla in Angriff. Diese heißt eigentlich „Catedral de Santa María de la Sede“ und geht auf eine maurische Moschee zurück. Davon ist jedoch nur der Glockenturm La Giralda erhalten. Sie ist die größte gotische Kathedrale der Welt. Im Inneren befindet sich unter anderem das Grab von Kolumbus.

Wir gehen einmal durch die ganze Kathedrale. Es gibt unzählige Kapellen zu bewundern, dazu die Orgel und den Hochaltar. Ich finde es unglaublich, welche Reichtümer hier angesammelt wurden! Den Innenraum empfinde ich nicht unbedingt als schön, er ist mir fast etwas zu protzig. Allerdings zähle ich mich auch nicht zu den Kunstkennern…

Dafür gefällt mir der Orangenhof mit seinem Brunnen umso besser. Alleine dieser Duft….

Anschließend steigen wir über die Rampe (angenehmer als Stufen) auf den Glockenturm. Die Giralda ist das Wahrzeichen von Sevilla und bietet einen schönen Überblick über die Stadt.

So viel Kultur macht ganz schön hungrig. Wir gehen essen und lassen den Tag entspannt ausklingen. Der Flieger geht früh am nächsten Morgen.

Der nächste Morgen beginnt mitten in der Nacht. Dank der 24h-Rezeption im Hotel jedoch kein Problem. Wir checken fix aus und gehen durch den nächtlichen Nebel zur Bushaltestelle. Der erste Bus bringt uns zum Flughafen und mit Tagesanbruch hebt unser Flieger ab in Richtung Heimat.

Ob ich wieder nach Sevilla reisen würde? Ein klares JA!

Und wer mehr über 2 Mädels auf Reisen wissen will, darf hier weiter lesen….

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