Städtereise Porto – Portugal

Zwei Mädels auf Reisen

Nachdem wir bereits gemeinsam in Lissabon waren, ist es an der Zeit für eine Städtereise nach Porto.

Porto ist wesentlich kleiner und kann, wenn es schnell gehen muss, auch in zwei Tagen besichtigt werden. Wir haben uns trotzdem etwas mehr als drei Tage Zeit genommen. Der Flughafen ist keine 20km vom Stadtzentrum entfernt. Durch die Anbindung an das U-Bahn-Netz kommen wir schnell und kostengünstig mit der Linie E in das Zentrum von Porto.

Wir beziehen unsere Zimmer und schwärmen aus, um uns einen ersten Eindruck von Porto zu verschaffen. Es ist windig und regnet leicht. Es dauert keine 30 Minuten bis mein Mini-Schirm den Geist aufgibt. So führt uns der Weg in ein kleines Geschäft in dem wir uns beide Stockschirme kaufen – in der Kinderausführung! So ist das eben, wenn man nur mit Handgepäck reist. Mein neuer Schirm ist lila, der von Gertrud ist grün. Frisch beschirmt kann es weiter gehen mit unserer Städtereise Porto.

Porto Portugal

Viertel Ribeira am Ufer des Douro

Wir schlendern durch die verschiedenen Gassen, kommen an der Universität vorbei und wollen an das Ufer des Douro. Das Viertel am Flussufer wird Ribeira genannt. Hier liegen viele kleine Geschäfte und Cafés in den kopfsteingepflasterten Gassen. Am Ufer angekommen, sehen wir zum ersten Mal die Metallbrücke „Ponte de Dom Luis“. Eine beeindruckende Konstruktion aus dem Jahr 1886. Die Brücke verbindet Porto über zwei Ebenen mit der Nachbarstadt Vila Nova de Gaia.

Wir verweilen noch etwas im Viertel Ribeira. Der älteste Bezirk der Stadt erhält durch den Regen einen morbiden Charme. Die Gassen sind verwinkelt und an einigen Häusern bröckelt der Putz ab. Gertrud klärt mich auf, dass dieser Teil von Porto 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

Porto

Abendessen in Porto und warum Fremdsprachenkenntnisse kein Fehler sind…

Langsam wird es Zeit für das Abendessen. Wir suchen uns ein Lokal aus und bestellen in gewohnter Verteilung Bier und Wein. Gertrud ist über den Preis des Weines entsetzt. Fünf Euro für ein Glas Vinho Verde – teurer als zuhause. Wenige Minuten später brechen wir in schallendes Gelächter aus. Das vermeintliche Glas Wein ist eine ganze Flasche! Manchmal würden eine paar Sprachkenntnisse helfen…. Das Essen hat geschmeckt und die Flasche Wein haben wir auch geschafft.

Der nächste Morgen startet nach dem Frühstück mit der Besichtigung der Igreja São Francisco. Die gotische Kirche zeichnet sich durch ihr kunstvoll verziertes, barockes Inneres aus. Die vergoldeten Schnitzereien sind mir fast zu viel. Man kann sich in den unzähligen Details verlieren. Leider darf man im Inneren nicht fotografieren…

Gleich nebenan liegt der Palácio da Bolsa. Ein Gebäude aus dem 19. Jh. in dem auch Führungen angeboten werden. Mein Bedarf an Kultur ist nach dem Besuch der Igreja São Francisco jedoch für heute gedeckt.

Porto Meer

Wir nutzen das sonnige Wetter um mit der Linie 1 der historischen Straßenbahn ans Meer zu fahren. Die Straßenbahn ist so beliebt, dass wir drei Wagen abwarten müssen um einen Sitzplatz zu ergattern. Kaum angekommen steigt uns der typische Geruch des Meers in die Nase. Wir gehen ein Stück und suchen uns ein Café aus. Der Wind geht kräftig und das Wasser ist unruhig. Ich mag diese Stadt-Meer Kombination sehr!

Zurück in der Stadt machen wir einen Abstecher zum Buchladen „Livraria Lello“. Die Schlange ist verdammt lange, daher verzichten wir auf eine Innenbesichtigung. Stattdessen ziehen wir weiter zur Igreja do Carmo. Die seitliche Fassade ist voll mit blau weißen Kacheln, den Azulejos. Langsam bricht die Dämmerung herein und sorgt für eine fantastische Lichtstimmung.

Porto Kirche

Portos Kathedrale Sè

Unser nächster Tag beginnt mit der Besichtigung der Kathedrale Sè. Der romanische Bau wurde auf dem Hügel Pena Ventos erbaut und ist aus dem 12. Jh. Von hier aus hat man eine hervorragende Aussicht über Porto. Die Kathedrale mit dem angrenzenden Bischhofspalast ist beeindruckend. An der Außenwand sich die typischen Azulejos wieder zu finden. Ich bin begeistert von den ganzen Kacheln. Beim verlassen der Kathedrale finden wir zufällig eine Jakobsmuschel als Wegemarkierung. Hier startet der „Camino Portugues“ nach Santiago de Compostela

Auf nach Vila Nova de Gaia

Hier liegen die ganzen Portwein Keller von Taylor’s, Ferreira, Croft usw. Wir möchten an einer deutschsprachigen Führung teilnehmen. Bei Croft werden wir fündig. Die Führung ist interessant, bei der Verkostung gehen die Meinungen jedoch auseinander. Süßwein ist eben Geschmacksache. Ich nehme eine Flasche als Erinnerung mit.

Bahnhof Estação de São Bento

Normalerweise zählen Bahnhöfe nicht zu meine bevorzugten Sehenswürdigkeiten einer Stadt. In Porto ist das anders. In der großen Halle des Bahnhofs wurden die Wände mit tausenden Azulejos verziert. Diese stellen historische Szenen aus dem traditionellen portugiesischen Landleben dar.

Porto Bahnhof

Später kommen wir zum wiederholten Male am Turm der Kirche Igreja dos Clérigos vorbei. Er ist das Wahrzeichen von Porto. Man kann ihn zu Fuß erklimmen und wird mit einem Blick über Porto belohnt. Wir ersparen uns die Anstrengung, da es schon wieder regnet. Wäre hätte gedacht, dass es in Portugal so viel regnet?!

Porto

Porto ist meiner Meinung nach als Städtereiseziel ideal. Es gibt viel zu sehen, die Wege sind kurz, das Meer nicht weit weg. Wer möchte kann zum Beispiel auch das SeaLife besuchen oder im Portuguese Centre of Photography verweilen. Und nach einem spannenden Tag kann man den Abend mit einem Glas Vinho Verde ausklingen lassen…

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