Städtereise Madrid – Spanien

2 Mädels auf Reisen

Es ist Freitagvormittag, die Handgepäck-Koffer sind gepackt und wir gespannt auf unser nächstes Ziel!

Es geht zum geographischen, politischen und kulturellen Mittelpunkt Spaniens, nach Madrid.

Am Flughafen angekommen ist die Warteschlange an der Gepäckkontrolle erfreulich kurz, trotzdem dauert die Kontrolle lange. Es gibt immer noch Mitreisende die mit den Flüssigkeiten im Handgepäck Schwierigkeiten haben.

Ich habe schon vor einiger Zeit auf „Zip-Gefrierbeuteln“ aus dem Supermarkt umgestellt. Günstig, unkompliziert in der Handhabung und in großer Menge verfügbar – genau mein Ding!

Der Flug nach Madrid verläuft ruhig und kurzweilig, trotz der getrennten Sitzplätze – nein, wir geben kein zusätzliches Geld für eine Sitzplatzreservierung aus.

In Madrid gelandet, bin ich von der Größe des Flughafens überrascht, trotzdem finden wir den Weg zur Metro problemlos. Anschließend der spannende Moment mit dem Ticketautomat – man weiß ja nie 100%ig ob die deutsche Kredit-/EC-Karte akzeptiert wird. Auch hier verläuft alles reibungslos. Die Metro 8 bringt uns bis „Nuevos Ministerios“ dann weiter mit der Metro 4 bis „Sol“. Ab hier sind es noch wenige Schritte bis zu unserer Unterkunft.

Das Hotal Jerez liegt an der Ecke Calle de la Montera/Gran Via. Unsere Zimmer sind zweckmäßig ausgestattet. Gefrühstückt wird bei dieser Städtereise aber außer Haus.

Der erste Weg nach dem Einchecken führt uns zum Carrefour Express (super lange Öffnungszeiten) wenige Meter die Straße runter. Das Trinkwasser von Madrid schmeckt nach Chlor und kommt daher nicht zum Zähneputzen oder trinken in Frage.

Puerta del Sol – das Zentrum von Madrid

Madrid

Anschließend bummeln wir die Calle de la Montera entlang bis zum Puerta del Sol. Wir sehen uns um, genießen es in Spanien zu sein. Wir folgen einer Tourenbeschreibung aus dem Reiseführer. Entgegen unserer sonst üblichen Art, landen wir sehr schnell bei Tapas und Cerveza in einer kleinen schnuckligen Bar. Hier fängt Madrid gerade an Spaß zu machen….

Plaza Mayor

Später besuchen wir noch den Plaza Mayor. Dieser wurde im 15. Jahrhundert als Marktplatz angelegt und ist bis heute der lebendigste Platz der Stadt. Leute gucken und genießen.

Für den Samstag haben wir uns viel vorgenommen. Daher sind wir um 8 Uhr auf dem Weg zu einem kleinen Frühstückskaffee. Die Vermutung des Vorabends, dass die eine oder andere der leichtbekleideten Damen aus beruflichen Gründen in dieser Straße auf und ab geht festigt sich. Sonst treffen wir nur auf einige Polizisten. Madrid schläft im diese Zeit noch….

Nach dem Frühstück machen wir uns auf zum Palacio Real/Königspalast. Die Königliche Familie wohnt hier jedoch nicht. Daneben ist die Almudena-Kathedrale, in dieser haben König Felipe und seine Letizia 2004 geheiratet. Gegenüber befindet sich zusätzlich das Teatro Real und auf der Rückseite liegt der Park Campo del Moro.

Leider verlief unser Aufenthalt im Park zeitraubend, da es anscheinend nur einen Ein-/Ausgang gibt?!

Nachdem der Ausgang endlich gefunden ist, stehen wir am Ufer des Flusses Manzanares. Wobei Rinnsal die treffendere Beschreibung wäre. Der Fluss führt kaum Wasser, selbst jetzt im Frühjahr nicht.

Frühstück in Madrid = genau mein Ding

Der Sonntag beginnt mit einem Frühstück im La Mallorquina. Wow! Ich bin absolut begeistert von den süßen Stückchen zum Frühstück. Hier werde ich nicht das letzte Mal gewesen sein!

Als nächste Besichtigung steht die Ermita de San Antonio de la Florida auf dem Programm. Das Grabmal des Malers Francisco de Goya ist beeindruckend. Und ich bin froh, dass ich mich den zwei Kilometer langen Fußweg habe „mitschleppen“ lassen.

Madrid

Auf dem Rückweg kommen wir am Parque del Oeste mit dem Tempel von Debod vorbei. Diesen lassen wir jedoch links liegen. Wir wollen uns lieber Tapas und Cerveza widmen.

Und dann folgt der sportliche Programmpunkt. Das Estadio Santiago Bernabéu wird besichtigt. Das Stadion/Museum ist selbst für weniger Fußball-Interessierte einen Besuch wert. Alleine die Titelsammlung ist bemerkenswert. Und der Blick von der Tribüne auf den Rasen sowieso.

Danach schwenken wir von der Fußballkunst auf die großen Künstler der spanischen Malerei vor 1900 um.

Das Museo del Prado mit Werken von Goya, El Greco, Velazquez bietet zu bestimmten Zeiten freien Eintritt an.

Dementsprechend viel los ist in den Ausstellungshallen. Trotzdem ist ein Besuch auf jeden Fall lohnenswert.

Als wir wieder zur Tür raus gehen, habe ich auch einige Gemälde der Künstler Dürer, Tizian, Hieronymus Bosch, Rubens und vielen weiteren gesehen.

Kunstliebhaber/-innen haben hier auch die Möglichkeit die Musen Reina Sofia oder das Museo Thyssen-Bornemisza zu besuchen. Beide sind nur einen Steinwurf entfernt.

Wir schlendern durch die Gassen ins Viertel La Latina. Soviel Kultur macht hungrig, wir gehen essen. Der Abend klingt in einer Bar in der Nähe unserer Unterkunft bei einem Glas Wein bzw. Bier aus. Das Treiben auf der Straße ist äußerst unterhaltsam 😉

Klosteranlage Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial

Am folgenden Tag verlassen wir das Zentrum von Madrid für einige Stunden.

Gertrud hat die Klosteranlage Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial auf die Besichtigungsliste gesetzt.

Ab der Station Moncloa bringt uns eine einstündige Busfahrt zu der Schloss- und Klosteranlage. Diese gehört zum UNESO Weltkulturerbe.

Vor allem die Bibliothek finde ich sehr beeindruckend. Die Decke ist über und über mit Fresken verziert. Der Bücherbestand soll sich auf ca. 40.000 Werke belaufen. Ich bin fasziniert.

Um die Kirche im Gebäude zu besichtigen brauchen wir mehrere Anläufe. Es ist gerade Messe.

Es ist bereits nach Mittag, Zeit für das Mittagessen. Die ersten Lokale in unmittelbarer Nähe zum Kloster lassen wir hinter uns. Wir streifen weiter durch die Gassen auf der Suche nach etwas „authentischerem“. Nach einigen weiteren Gassen beschleicht uns das Gefühl, dass wir doch im Touri-Lokal von Escorial landen werden.

Und dann steht da ganz unvermittelt ein Schild auf dem Gehweg mit einem Pfeil die Treppe runter. Wenige Minuten später sitzen wir in einem urigen Lokal voll mit Einheimischen. Ich verstehe nichts von der Speisekarte. Also lassen wir uns überraschen! Gertrud hat Fisch gewählt und schwärmt in den höchsten Tönen. Ich bin mit meinem Fleischgericht zufrieden.

Am späten Nachmittag bringt uns der Bus wieder zurück nach Madrid.

Gran Via

Am nächsten Morgen rückt die Abreise näher. Trotzdem machen wir noch einen Abstecher zur Straßenecke Gran Via/Calle de Alcala, da ich gerne ein Foto des Gebäudes Edificio Metrópolis machen möchte.

Das Gebäude wurde zwischen 1907 und 1911 errichtet und war der Firmensitz einer Versicherung. Die Kuppel mit ihrer Figur kennt vermutlich jeder irgendwoher.

Von hier schlendern wir weiter zur Plaza Cibeles. Diese ist stark befahren, da sich hier der Paseo del Prado und die Calle de Alcalá kreuzen. So hat jedes Foto vom Rathaus und dem Brunnen davor mindesten ein Fahrzeug mit drauf. Da die Abflugzeit näher rückt, gebe ich mich damit zufrieden.

Die Metro bringt uns in umgekehrter Reihenfolge zurück zum Flughafen.

Zuhause gelandet habe ich mir eine Erkältung eingefangen. Aber das trübt unseren Madrid Städtetrip keineswegs! Dafür waren die Tapas, die Cerveza und die süßen Stückchen vom La Mallorquina einfach zu grandios 😉


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